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Der Leuchtturm Roter Sand in der NordseeWer kennt ihn nicht, den Leuchtturm mit den 3 Erkern? Auf Position 53° 51' 18 N / 08° 04' 54 O steht seit dem Jahre 1885 nördlich von der Insel Wangerooge der Leuchtturm "Roter Sand" in der Nordsee. Fast 80 Jahre warnte er als Seezeichen vor dem gleichnamigen und gefährlichen Riff "Roter Sand", und wies zudem den Schiffsweg nach Bremerhaven und Bremen. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden auf Grund von Untersuchungen, und dabei festgestellten Schäden am Fundament eine "Nichteignung" zur Modernisierung des Leuchtturms Roter Sand festgestellt. Dieses, und die Veränderung des Fahrwassers führten zum Bau des ca. 2 Seemeilen entfernten Leuchtturms "Alte Weser". Dieser nahm im Jahre 1964 seinen Dienst auf, das Feuer des "Roten Sand" wurde gelöscht. Der Leuchtturm wurde aufgegeben, und den Gezeiten der Nordsee überlassen.
Es dauerte ca. 20 Jahre, dann hatten Vereine, die Städte Bremen und Bremerhaven, sowie viele interessierte Bürger genügend Geld für den die Sanierung gesammelt. Vom Land Niedersachsen wurde der Leuchtturm zudem unter Denkmalschutz gestellt! 1987 wurde die bereits 30 Jahre vorher festgestellte Instabilität durch aufwendige Arbeiten am Fundament behoben. 2 Jahre später erhielt der Leuchtturm einen neuen Farbanstrich. Der Leuchtturm kann für Besichtigungen und Übernachtungen besucht werden. Hat das Anlegemanöver (ist nur bei Wellengang bis 1 Meter möglich) erfolg, kann der Leuchtturm erkundet werden. Übernachtungsgäste werden abgeholt und gebracht. Nach einigen Stunden Aufenthalt geht es dann, wenn alles normal verläuft, wieder zurück nach Bremerhaven. Und wenn man Pech hat, dann kann der Tagesausflug auch mal einige Tage "Gefangenschaft auf Grund der Wetterlage" bedeuten. Es besteht immer die Notwendigkeit, das das Schiff aus Sicherheitsgründen schnell ablegen muss. Und wenn das Wetter es nicht zulässt, dann hat man einen länger als geplanten Aufenthalt auf dem Leuchtturm "Roter Sand"! Wer als Übernachtungsgast den Leuchtturm besucht, sollte keine hohen Ansprüche an den Aufenthalt stellen. Ausstattung und Komfort sind sehr einfach. Allerdings hat der Aufenthalt einen Erlebniswert, den man so schnell nicht vergessen wird! Seid dem Jahre 1999 bis zum Jahr 2010 fuhr der Bergungsschlepper Goliath mit Tages- und Übernachtungsgästen von Bremerhaven direkt zum Leuchtturm "Roter Sand". Doch im November 2010 war es von einen auf den anderen Tag vorbei. Das Schiff musste auf Kiel gelegt werden, da der Rumpf undicht war. Eine Reparatur, um die Goliath wieder hochseetauglich zu machen, ist zu teuer. Ein neues Schiff soll ab der Saison 2012 wieder von Bremerhaven aus Richtung Leuchtturm Roter Sand fahren.
Noch einige Informationen zum Leuchtturm: Die Höhe beträgt einschließlich Sockel, 52,5 m. 30,7 m ragt der Rote Sand bei Niedrigwasser aus der Nordsee. Gebaut aus Stahl, verfügt er über 5 Geschosse. Die Ausstattung ist einfach mit tlw. historischen Möbeln. Wer den Leuchtturm über das Eingangsschott besuchen möchte, muss zuvor über eine Steigleiter von 6 Meter aufsteigen. Die 5 Geschoße des "Roter Sand" sind für Übernachtungsgäste hergerichtet, und teilen sich wie folgt auf: Erdgeschoß: Nasszelle mit Waschbereich und WC
Ein möglicher Reiseverlauf bei der
Besichtigung der
maritimen Bauten
in der
Nordsee |
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