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Einweihung der Kaiserschleuse und Sportbootparade in BremerhavenNach ca.3,5-jähriger Bauzeit war es geschafft, die neue Kaiserschleuse war fertig gestellt. Die offizielle Einweihung fand am Freitag, den 30. April 2011 statt. Grund genug, dieses Bauwerk der Superlative gebührend mit einer Schleusenparty zu feiern. Als besonderes Highlight fand tags darauf bei schönstem Sonnenwetter auch noch die längste Sportbootparade aller Zeiten, sowie die gemeinsame Schleusung der Boote statt. Der mit 319 Booten im Guinness-Buch stehende Weltrekord aus Großbritannien sollte verbessert werden! Dorum-Neufeld, und dort die Ferienwohnung waren nicht weit von Bremerhaven entfernt. So bestand die Möglichkeit für einen interessanten Ausflug zu dieser maritimen Veranstaltung.
Die Terminplanung sah vor, das in den Morgenstunden die Sportboote ausschleusten, um sich dann hinter dem Blexer Bogen zwischen den Tonnen 56 und 64 sammelten. Bereits die Ausschleusung war für viele der Freizeitkapitäne mit Stress verbunden, den alle wollten auf einmal auf die Weser raus! Die Schleusen arbeiteten auf Hochtouren. Am besten beobachten konnte man dieses direkt an den Schleusen. Den besten Blick aber hatte man zweifelsfrei von der Aussichtsterrasse des Atlantic-Sail-City-Hotels. Dort war auch der offizielle Punkt für die Zählung der Sportboote. Und dann setzte sich am frühen Vormittag die Parade in Bewegung. Schiff hinter Schiff aufgereiht fuhren Sie immer parallel zur Deichlinie von Blexen kommend vorbei an der Weserpromenade bis zur Kaiserschleuse.
Und dann kam vom Notar die Meldung, dass nur 303 Sportboote den Zählpunkt am Hotel erreicht hätten. War der Weltrekord nicht Zustande gekommen? War alle Mühe umsonst? Dann der hoffentlich rettende Hinweis: „Die Themenschiffe wurden in Großbritannien mitgezählt!“ So wurde in Bremerhaven durch hinzurechnen von 24 weiteren Schiffen die Anzahl von 319 übertroffen. Ob der Weltrekordversuch anerkannt wird, ist noch lange nicht gewiss! Denn auch die Abstände zwischen den Booten waren teilweise recht groß. Entscheidend ist allein die Redaktion des Guinness-Buches, die nach Sichtung aller Filmaufnahmen und Unterlagen zu einem Ergebnis kommen wird. Doch dass kann einige Wochen dauern. Drücken wir die Daumen, dass der Weltrekordversuch Erfolg hatte. So richtig eng wurde es dann noch einmal in der Kaiserschleuse, die ja eigentlich für die größten Schiffe der Welt gebaut wurde. Unzählige der kleinen Sportboote lagen eng an eng in der Schleuse, um zu ihren Liegeplätzen zu gelangen. Auch das war Rekordverdächtig. Abgerundet wurde die Schleusung durch eine Schleusenparty mit Musik, und vielen, vielen Schaulustigen! Noch einige Informationen zur Kaiserschleuse:
Um die Schleuse zu öffnen, werden die 2200 Tonnen schweren Tore zur Seite geschoben. Und für Verkehrsteilnehmer ganz wichtig: Fahrzeuge und Fußgänger brauchen nicht mehr zu warten. Bei der neuen Kaiserschleuse gibt es auf beiden Schleusentoren Fahrspuren. Und ein Tor sollte immer als Fahrspur genutzt werden können. Auch wenn bisher nur
Schiffe von 200 m Länge die Kaiserschleuse passieren dürfen (das
Wendebecken hat bisher noch nicht die Größe für längere Schiffe), ist
nun gesichert, sollte diese oder die Nordschleuse ausfallen, das großen
Schiffe über eine der beiden Schleusen in den
Hafen, beziehungsweise auf die
offene See gelangen können. |
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