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Leuchtturm Hohe WegSchon früh standen an dieser Stelle Seezeichen. Doch als im Jahre 1840 die Dampfschifffahrt einsetzte, und kurze Zeit später Bremerhaven gegründet wurde, musste etwas für die Sicherheit der ein- und auslaufenden Schiffe, die die Weser befuhren, getan werden. Die damals auf dem Hoheweg-Watt stehen "Bremer Bake" sowie das nahe Feuerschiff mussten ersetzt werden.
Und da auch schon damals Geld eine Rolle spielte, entschied man sich für den Bau eines auf Grund seiner geringeren Betriebskosten für ein festes Bauwerk, einen Leuchtturm. Rot und Stolz steht der Leuchtturm Hohe Weg mit seiner grünen Laterne, gleich einer Trutzburg in der Außenweser, auf Weser-km 95,92 und Position 53° 42' 74'' Nord und 08° 14' 59''. Wenn die Flut kommt, dann steht der 36 Meter hohe Leuchtturm komplett im Wasser, währenddessen ist bei Ebbe der Leuchtturm zu Fuß über das nahe Wattenmeer zu erreichen. Der Leuchtturm Hohe Weg ist so nach der gleichnamigen Sandbank benannt, auf der der Leuchtturm schon seit 1856 seinen Dienst tut. Natürlich ist der Leuchtturm Hohe Weg in erster Linie als Leitfeuer für die Schifffahrt gedacht. Der Leuchtturm ist mit seinem Bootssteg aber auch gleichzeitig die Rettungsstation für in Not geratene Wattwanderer. Wie viele andere Türme in der Nordsee, hatte auch der Leuchtturm Hohe Weg sein eigenes Semaphor. Ein Semaphor ist eine Wetterstation der ganz besonderen Art. Zwei riesige Zeiger zeigten die Windgeschwindigkeit der Inseln Borkum und Helgoland an, denn diese beiden Inseln, sind für die Wettersituation in der Region entscheidend wichtig. Nach Abzug der Leuchtturmwärter im Jahre 1973 war auch das Ende dieses Windanzeigers gekommen, da es von Hand betrieben werden musste. 1976 wurde es auf Grund seines schlechten Zustandes (verrostet) ganz abgebaut. Zumindest die Zeiger konnten gerettet werden, und stehen heute als teil eines neuen Semaphor in Bremerhaven hinter dem Zoo am Meer. Auch die alte Gürteloptik des Leuchtturm Hohe Weg, die bis zum Jahr 1941 mit Petroleum zur Erzeugung des Lichtes betrieben wurde, befindet sich heute in Bremerhaven, dort im Deutschen Schifffahrtsmuseum. Der riesige Turm beherbergt mehrere gemütliche Räumlichkeiten, die früher als Herberge für die Leuchtturmwärter gedient haben, heute können hier von der Flut überraschte Wattwanderer unterkommen. Der Leuchtturm Hohe Weg wurde in einer 15monatigen Bauzeit errichtet, am Leuchtturm konnte nur bei Ebbe gearbeitet werden!
Ein möglicher Reiseverlauf bei der
Besichtigung der maritimen Bauten
in der Nordsee |
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