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Tiere im Wattenmeer von Dorum-NeufeldAuf dieser Seite möchten wir Tiere des Wattenmeeres auflisten. Dabei haben wir uns auf die Tiere, die auch bei von Dorum-Neufeld ausgehenden Wattwanderungen oder Vogelbeobachtungen zu sehen sind, beschränkt. Also nicht in der Nordsee lebende Tiere wie z.B. den Schweinswal.
Wer bereits an einer geführten Wattwanderung teilgenommen hat, dem sind sicher einige der Tiere bereits bekannt. Denn dort wird auch der Wattboden untersucht, und es kommt so einiges an Lebewesen ans Tageslicht. Auch einfach mit dem Käscher durch das ablaufende Wasser eines Priels ziehen. Und man wird überrascht sein über die Vielzahl gefangener Jungfische und Krabben. Im Wattenmeer gibt es eine Vielzahl an Tieren wie z.B. einheimische Vögel, Zugvögel die zur Nahrungsaufnahme im Wattenmeer rasten, Muscheln, Säugetiere, Jungfische und vieles mehr. Auch Krabben, Würmer und Krebse gehören dazu. Das Wattenmeer eine der artenreichsten Regionen weltweit. Trotz Ebbe und Flut, wobei das Wattenmeer 2x täglich überflutet wird, aber auch 2x am Tag trocken fällt, und die damit verbundenen hohen Temperaturen des Watts im Sommer, sowie Frostperioden im Winter können den den meisten dort lebenden Tieren nichts anhaben. Sie haben sich an diese extremen wiederkehrenden Situationen angepasst! Die Artenvielfalt und die große Anzahl der im Watt lebenden Muscheln, und Kleinsttiere ist für die Vogelwelt wie en "Schlaraffenland"! Auf ihrem Zug von oder zu den Brutgebieten machen Sie für einige Zeit im Wattenmeer halt. Hier finden Sie genügend Nahrung und können Kraft tanken für den Weiterflug. Manch andere Vogelart überwintert bei diesem Nahrungsangebot gleich hier. Die Vogelwelt kann man vom eigens dafür auf dem Nordseedeich von Dorum-Neufeld errichteten Pavillon beobachten. Gut zu sehen ist, wie die Vögel sich bei Ebbe zur Nahrungsaufnahme im Wattenmeer aufhalten, und sich bei Flut auf die hinter dem Deich liegenden Wiesen und Felder zurück ziehen. Neben Zugvögeln gibt es auch einheimische Vögel zu sehen. Für diese sind zur Brutzeit Schutzzonen eingerichtet, die dann nicht betreten werden dürfen.
Enten und Gänse gehören zum Wattenmeer. In großen Schwärmen kann man sie beobachten. Zu nennen sind Pfeifenente, Ringelganz, Nonnenganz und Brandente. Auch der Knut ist im August ein Gast im Wattenmeer. Ganzjährig in Wattenmeer sind der Kiebitz, Austernfischer, Rotschenkel und Säbelschnäbler anzutreffen. Und nicht zu vergessen, der heute im Wattenmeer am häufigsten vorkommende Brutvogel, die Lachmöwe. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Vogel an der Nordseeküste heimisch, um seine Population in den folgenden Jahrzehnten zu vervielfachen. Im Watt finden sich die verschiedensten Tierarten. So Schnecken und Muscheln, die in der Nahrungskette der Vögel ganz oben stehen. Wattschnecke, Rote Bohne, Strandschnecke, Herz- und Miesmuscheln sind als die am häufigsten vorkommenden zu nennen. Leckerbissen auf die sich so manch Vogel spezialisiert hat. Fische gibt es im Wattenmeer in Hülle und Fülle! Nicht die großen, ausgewachsenen! Das Wattenmeer ist die "Kinderstube". Hier leben Jungfische in riesigen Mengen. Das Nahrungsangebot für kleine Schollen, Flundern, Seezungen und Steinbutts ist riesig groß. Im Schutz des Wattenmeers können sie "Erwachsen" werden, für ein Leben in der Nordsee. Und dort müssen sich die Fische dann vor Räubern in acht nehmen. Seehunde zählen Flundern und Schollen zu ihrer Leibspeise. Auf Sandbänken liegend fas unbeholfen, sind sie im Wasser schnelle und flinke Jäger. Um die Jahrtausendwende wurde der Seehundbestand auf Grund eines Virus (Staupe) im Wattenmeer halbiert. Heute hat sich der Bestand wieder erholt. Was wäre das Watt ohne "Wattwurm"? Dieses bis zu 40cm lange Tier lebt verborgen im Wattboden, und ist daher fast nie zu sehen. ganz im Gegenteil zu seinen "Hinterlassenschaften". Wer kennt Sie nicht, diese Spagetti ähnelnden Sandhaufen. Auf der einen Seite wird der Sand des Watts gefressen, alles nahrhafte ausgefiltert, und der Rest wird am anderen Ende wieder in das Wattenmeer entlassen. Dieses Wissen hat sich so mach Küstenvogel zu Eigen gemacht. Scheidet der Wattwurm etwas aus, ist er ganz nah an der Oberfläche, und der Vogel schnappt zu. Aber auch der Wattwurm ist schlau! Hat ein Vogel das Ende seines Hinterteils gegriffen, stößt der Wattwurm es einfach ab. Das fehlende Teil wächst wieder nach.
Diese Kunst des Überlebens ist auch Strategie der Strandkrabbe. Wird sie von einem Feind an einem einer ihrer acht Beine gepackt, wird dieses ebenfalls abgestoßen. Die Krabbe kann flüchten, das Bein wächst nach. Feinde hat die Strandkrabbe genug. Im Watt Brachvögel und Möwen, in der Nordsee Aale, Schollen und Kabeljau. Aber auch die Strandkrabbe ist kein Kostverächter. Muscheln, Schnecken, kleine Fische, Würmer und As gehört auf ihre Speisekarte. Selbst vor kleineren Artgenossen macht sie nicht halt! Aus Sicht der Dorum-Neufelder Fischer ist die Krabbe, Garnele oder auch Granat genannt das wichtigste Tier im Wattenmeer. Dort entwickelt sie sich von wenigen Millimetern Größe zur ausgewachsenen Krabbe. Um dann von den Fischern mit ihren Krabbenkuttern tonnenweise gefangen, und im Dorumer Kutterhafen angelandet zu werden. Von ihren Panzern befreit sind sie eine Delikatesse der Nordseeküste. |
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