Bremerhaven an der Nordsee, Walfangdampfer rau

 
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Der Walfandampfer Rau IX

Der 1939 gebaute Walfangdampfer Rau IX, einer von insgesamt 9 Schiffen der Rau- Serie mit dem Mutterschiff „Walter Rau“, konnte erst nach dem zweiten Weltkrieg gemäß seiner Bestimmung eingesetzt werden. Zunächst wurde er gleich nach Fertigstellung zum Kriegsdienst eingezogen, als U- Boot Jäger umgerüstet und der Kriegsmarine unterstellt.

Schiff Raux

Dabei handelte es sich um ein Spezialschiff, das entsprechend der damals geltenden Normen der modernen Walfangflotten der USA und Japan entsprachen. Nach dem Krieg wurde der Walfangdampfer als Minenräumer eingesetzt und gelangte 1949 nach Norwegen.

Von diesem Zeitpunkt an lief der Walfangdampfer „Rau IX“ unter norwegischer, britischer und irischer Flagge auf Walfang vorwiegend in arktischen Gewässern. 1969 kam er nach dreißigjähriger Dienstzeit wieder nach Deutschland und liegt heute im Museumshafen in Bremerhaven vor Anker, wo er sowohl von außen als auch von innen besichtigt werden kann.

In den Jahren 2002 bis 2004 wurde der Walfangsdampfer „Rau IX“ einer umfangreichen Instandsetzung unterzogen und in den Originalzustand versetzt, in dem er sich vor der Umrüstung zu Kriegsdienstzwecken befunden hatte.

Die Harpunenkanone befindet sich auf dem Bug und ist über eine Laufbrücke mit der offenen Kommandobrücke verbunden. Die Harpune ist mit einer 1.200 Meter langen Walleine verbunden, die ihrerseits an ein elastisches Stahlseil gekoppelt ist. So sollte verhindert werden, dass die Leine bei zu großem Widerstand der Wale reißt.

Dem Weg von der Brücke bis zur Harpune kann der Besucher ebenso nachgehen, wie auch fast alle Räume zur Besichtigung zur Verfügung stehen. Der große Maschinenraum dürfte vor allem bei Technikinteressierten für Begeisterung sorgen. Eine Ausstellung informiert über die Geschichte des deutschen Walfangs.

Der Walfangdampfer hat einen Tiefgang von 4 m und war für eine Geschwindigkeit von 14 Knoten und eine Besatzung von 15 Mann ausgelegt.

 

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© Dieter Dobbrunz

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