U-Boot Wilhelm Bauer, Bremerhaven an der Nordsee

 
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U-Boot Wilhelm Bauer

Das U-Boot „Wilhelm Bauer“ hat eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich, bis aus ihm das schwimmende Technikmuseum in Bremerhaven wurde.

U-Boot Wilhelm Bauer
Gebaut wurde es als U-Boot des Types XXI, einer U- Boot Klasse im zweiten Weltkrieg, die durch ihren Antrieb im abgetauchten Zustand schneller schwimmen konnte als über Wasser. Außerdem sorgte die neu eingesetzte Schnorcheltechnik dafür, dass es viel länger tauchen konnte als andere zeitgenössische Typen. 1945 lief das U-Boot „Wilhelm Bauer“ noch unter seiner ursprünglichen Bezeichnung U 2540 vom Stapel, wurde als Schulungsschiff eingesetzt und 1945 auf Grund eines Befehls, es nicht in feindliche Hände fallen zu dürfen, von der eigenen Mannschaft versenkt.

12 Jahre lang ruhte es auf Grund, bis man sich auf der Suche nach einem U- Booten mit modernem Antrieb seiner erinnerte, es 1957 schließlich hob und wieder schwimmfähig machte.

1960 taufte man es auf den Namen Wilhelm Bauer, dem Mann, der die ersten modernen Unterseeboote baute, und stellte es als Erprobungsboot für neue Techniken in den Dienst der Bundesmarine.

1967 entging es knapp einer Katastrophe, als bei einem Schnorchelmanöver rund 10 Tonnen Wasser in den Dieselraum eindrangen und schließlich zu einem Kurzschluss und Brand im Motorenraum führten.

Nach einer Kollision mit einem Zerstörer wurde das U-Boot „Wilhelm Bauer“ endgültig außer Dienst gestellt, schließlich von Liebhabern sowie technischen Interessenten gekauft und weitestgehend wieder in den Ursprungszustand zurück versetzt. Lediglich die Turmverkleidung ist Attrappe und die Bewaffnung ist nur angedeutet.

Besuchern vermittelt ein Rundgang auf dem Boot, das sich seit 1983 im Museumshafen in Bremerhaven befindet, faszinierende Eindrücke von Technik und Leben auf einem Unterwasserboot. Es ist übrigens das einzige noch erhaltene U-Boot seiner Klasse.

 

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© Dieter Dobbrunz

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