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Das Tragflügelboot WSS 10Möchte man eine breit gefächerte Ausstellung über die Entwicklung von Schiffen und deren Antriebstechniken bereitstellen, dann darf natürlich auch ein Tragflügelboot oder auch Tragflächenboot nicht fehlen. Auf der Freifläche des Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven können Sie das Tragflügelboot WSS10 bestaunen.
Nicht der sich nach unten verschlankenden Rumpf und eine achtern für den Antrieb sorgende Schiffsschraube, sondern weit unter dem Rumpf im vorderen Bereich des Tragflächenbootes angebrachte Zugpropeller sorgen bei diesem "Versuchsfahrzeug" aus dem Jahre 1953 für den nötigen Vorschub! Allerdings war dadurch die Vibration so stark, dass bei nachfolgenden Bauten der Antrieb an die hinteren Tragflügel angebracht wurde. Vorteil dieser Antriebstechnik ist, dass das Boot bei Zunahme der Geschwindigkeit immer mehr aus dem Wasser gehoben wir, und dadurch der Wasserwiderstand erheblich verringert wird. Dadurch können Tragflügelboote bei entsprechender Geschwindigkeit unabhängig vom Wellengang über die See gleiten. Das ausgestellte Tragflügelboot wurde bereits im Jahre 1972 von Prof. F.H. Wendel, seinesgleichen Schiffsbauingenieur und Konstrukteur des Bootes dem Deutschen Schifffahrtsmuseum gestiftet. 4 Jahre später, im Jahre 1976 erfolgte die Aufstellung des außergewöhnlichen Exponates auf dem Freigelände des DSM, um den Besuchern die verstellbaren Tragflügel, sowie diese spezielle Antriebstechnik, zu zeigen.
Noch einige Informationen zum Tragflügelboot WSS 10: gebaut aus Stahlblech bei H.C. Stücken Sohn in Hamburg. Der Tiefgang betrug 2,10 m, bzw. nur 0,80 m bei Fahrt. Länge: 9,20 m, Breite 4,30 m. Angetrieben wurde das Boot von Ottomotoren (2x 4-Zylinder), die eine Leistung von 140 PS erbrachten. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wo Tragflügelboote häufiger eingesetzt werden, z.B. für militärische Zwecke, oder auch zur Personenbeförderung genutzt werden, sind Sie sich in Deutschland bis heute nur sporadisch anzutreffen. Das
Tragflügelboot
WSS10 finden Sie zwischen Deutschen Schifffahrtsmuseum und
Museumshafen, nicht weit vom
ebenfalls an Land aufgestellten
Betonschiffes Paul
Kossel. Besichtigen dieses ungewöhnliche Ausstellungsstück des
deutschen Schiffsbau! |
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