Ferienwohnung Dorum Neufeld  Bremerhaven, Nordische Jagt, Polarforschungsschiff Grönland

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Nordische Jagt und Polarexpeditionsschiff Grönland in Bremerhaven

Kaum zu glauben, aber die „Grönland“ ist das älteste Schiff, das unter deutscher Flagge noch segelt. Gebaut wurde das Schiff vor über 140 Jahren im Jahre 1867 in Norwegen. Und zu dieser Zeit hätte niemand gedacht, das die nordische Jagt einmal in die Geschichte der deutschen Polarforschung eingeht, und dabei Rekorde aufstellt, die heute noch Bestand haben.

Nordische Jagt Grönland

1868, nur ein Jahr nach Fertigstellung wurde das Schiff für die erste deutsche Nordpolarexpedition erworben. Für solch eine Expedition war das Schiff ideal, neuwertig und brauchte nur noch in der Ausrüstung ergänzt, und der Rupf für den Einsatz in Eisgebieten verstärkt werden. Kaum einen Monat nach Erwerb brach das passend zur Expedition auf den Namen „Grönland“ getaufte Schiff am 24.05.1868 in die nördlichen Gewässer der Polarregion auf. Erstes Ziel der Reise war das Polarmeer. Hier sollte die These, dass das Meer um den Nordpol schiffbar ist, bestätigt werden. Diese These konnte nicht bestätigt werden, eine geschlossene Eisdecke hinderte an der Fahrt bis zum Nordpol.

Nach Änderung der Route erreichte die Grönland im September des Jahres die nördliche Breite 814,5 Nord. Den bis heute nördlichsten Punkt, dass von einem Schiff, das nur mit Windkraft unterwegs war, erreicht wurde. Die erste Nordpolarexpedition war ein Erfolg, und Richtungweisend für die weitere Polarforschung, die heute mit dem Schiff Polarstern vom Alfred-Wegener-Institut fortgeführt wird. Genau ein halbes Jahr nach Kauf der „Grönland“ endete die Expedition am 09.10.1868 in Bremerhaven.

Bei weiteren Expeditionen kam das Schiff nicht mehr zum Einsatz. 1871 wurde das Expeditionsschiff der ersten deutschen Polarforschung zurück nach Norwegen verkauft. Unter wechselnden Eigentümern war es dort für den Robben- und Fischfang, aber auch im Küstenbereich als Frachter im Einsatz. Es dauerte 99 Jahre, bis im Jahre 1970 die Grönland, und seine Geschichte wiederentdeckt wurde. Die Idee, die Jagt als Museumsschiff an der Küste Norwegens einzusetzen, wurde aber wieder schnell aufgegeben.

Grönland, Deutschlands erster Polarforschungsschiff

Aber auch in Deutschland blieb die Existenz der Grönland nicht verborgen. Zur Olympiade 1972 konnte mit dem norwegischen Eigner ein Chartervertrag geschlossen werden. Somit konnte die Grönland als Attraktion der Olympia-Ausstellung „Mensch und Meer“ in Kiel gezeigt werden. Im Januar 1973 wurde das Schiff für 120.000,00 DM für das Deutsche Schifffahrtsmuseum erworben.

Von Anfang an war klar, dass das Schiff als Botschafter und Werbeträger für das noch neue DSM auf Fahrt gehen sollte. Doch als Fahrgastschiff war dies nicht Möglich, da dieses auf Grund der Gesetzeslage zur Personenbeförderung erhebliche Umbaumaßnahmen zur Folge hätte, und dadurch der historische Zustand zerstört werden müsste. Das Zauberwort hieß „Traditionsschiff“! Die erforderlichen Vorschriften für diesen Schiffstyp konnten mit der Historie der Grönland in Einklang gebracht werden, der Rückbau auf den Expeditionszustand von 1868 stand nichts mehr im Wege. Einzige Ausnahmen waren ein modernes Kommunikations- und Navigationssystem, sowie die Ausstattung mit einem Motor.

Noch heute erfüllt die Grönland ihren Auftrag, und ist als Botschafter und Werbeträger für das Deutsche Schifffahrtsmuseum unterwegs. Daher werden Sie das Schiff im Museumshafen von Bremerhaven nicht so oft zu sehen bekommen. Die beste Zeit sind die Wintermonate, um sich Deutschlands erstes „Expeditionsschiff Richtung Nordpol“ aus der Nähe anzusehen. 

Noch einige Daten zum Schiff:

Die Länge beträgt 29,30 m, der Tiefgang max. 2,30 m. Die Grönland hat eine Breite von 6,06 m. Die Segelfläche beträgt 283 m², gesegelt wird mit einer Besatzung von 12 Mann.
 

 

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© Dieter Dobbrunz

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Auf einer Kreuzfahrt auch nach Grönland und as Polarmeer gibt es viel zu sehen! Andere Kreuzfahrtschiffe wie die Norwegian Jade und die Mein Schiff liegen dann auch im Hafen.