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Der Neue Hafen in BremerhavenEinst war er die Hoffnung vieler Menschen, die Deutschland den Rücken kehren wollten oder mussten. Der Neue Hafen in Bremerhaven, vom dem aus die Schiffe der Norddeutschen Lloyd vorwiegend in Richtung Übersee ablegten. Bremerhaven hatte beizeiten auf den Personenverkehr gesetzt und damit einen Teil seiner Einnahmen erwirtschaftet.
Mit den Arbeiten am Neuen Hafen wurde 1847 begonnen, nach dem die Möglichkeiten des Alten Hafens ausgeschöpft waren und eine Erweiterung unumgänglich wurde. So konnten die beiden auf der Linie New York - Bremerhaven verkehrenden Raddampfer wegen der Breite ihrer Radkästen die Schleuse des Alten Hafens nicht passieren und waren gezwungen, zunächst auf Reede vor Anker zu gehen. Das neue Hafenbecken hatte eine Länge von 480 Metern und eine Breite von 90 Metern sowie eine Verbreiterung in der Nordostecke. Gebaut wurde er vor allem, um eine Dampfverbindung nach Amerika herzustellen. Dazu waren allerdings größere Schleusenanlagen notwendig, damit die Raddampfer passieren konnten. Die 1852 errichtete Dockschleuse machte von sich reden, sie war eine der größten der Welt. Seit 1854 steht an der Einfahrt zum Neuen Hafen ein Leuchtturm. Das neugotische Bauwerk ist 36 Meter hoch und gehört heute zu den schönsten maritimen Denkmälern Bremerhavens. Die 2005 fertig gestellte neue Schleuse ist ebenso imposant wie die aus dem Jahr 1852 und, obwohl sie vorrangig von Sportbooten passiert wird, ist sie doch in der Lage, auch andere Schiffe aufzunehmen. Ihre Schleusenkammer ist 50 Meter lang und 14 Meter breit und kann auf 62,50 Meter erweitert werden.
Will man die Häfen in Bremerhaven nach ihrer Lage zum Meer beurteilen, so zählt der Neue Hafen zu den Innenhäfen. Durch zwei große Seeschleusen ist er von der Nordsee bzw. der Wesermündung getrennt und aus diesem Grund tideunabhängig, das heißt, er weist keine Schwankungen in den Pegelständen auf. Heute steht der Neue Hafen den Touristen unter anderem als Ausgangspunkt für Hafenrundfahrten zur Verfügung und dient als Ankerplatz für Sportboote und Yachten. Auch Museumsschiffe oder Traditionsschiffe finden Sie im Neuen Hafen. Der Bergungsschlepper Goliath und der Dampfeisbrecher Wal haben gegenüber des Auswandererhauses ihre Liegeplätze. Etwas weiter nördlich finden Sie die Ubena von Bremen, ein original Nachbau der im Deutschen Schifffahrtsmuseum ausgestellten Bremer Hansekogge.
Auch dei Barkasse
Quarantäne, das einstige
Schiff des Hafenarztes hat hier seinen Liegeplatz. In all den Jahren kam es nie
zu einem Fall, das anreisende Seemänner, wie es schon der Schiffsnahme sagt, von
der übrigen Mannschaft wegen einer ernsten und ansteckenden Krankheit getrennt
werden musste. Auf der anderen Seite des Hafenbeckens liegt, wenn nicht grade in
südlichen Gefilden unterwegs, die durch die Bierwerbung und ihren grünen Segeln
bekannte Bark Alexander von
Humboldt. |
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