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Museumsschiff FMS Gera
Doch die Blütezeit der Seitentrawler war längst vorbei. Umso bedauerlicher war es, dass das „Deutsche Schiffahrtsmuseum“ in Bremerhaven kein einziges Exemplar dieses so wichtigen Schiffstyps zu seinen Exponaten zählen konnte. Mit der „Katfisch“ war 1980 der letzte der Seitentrawler, die über Jahrzehnte das Bild der Fischereihäfen an der Unterweser beherrschten, verschrottet worden und damit für immer verloren.
Das Museumsschiff FMS „Gera“ war bis 1970 als Fangschiff vor Grönland und Neufundland unterwegs. Danach diente es mit seinen fünf Schwesternschiffen im Flottillenverband als Transport- und Versorgungsschiff für die großen Fang- und Verarbeitungsschiffe. Mit zunehmender Abfischung der Meere und immer weiter entfernt liegender Fangplätze waren diese Fabriken auf See eine Möglichkeit, effektiver zu fischen und länger auf See bleiben zu können. Das Museumsschiff FMS Gera kam mit seiner kompletten Ausrüstung vom Schleppnetz bis hin zur Kapitänsuniform nach Bremerhaven und legt beredetes Zeugnis vom Leben und Arbeiten auf einem Hochseefischereifahrzeug ab. Bei der Darstellung der Rolle und Wirkungsweise der Bremerhavener Fischindustrie soll ihm eine wichtige Rolle zukommen.
Für Interessierte wurde ein Buch über die „Gera“ herausgegeben. |
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