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Der Motorschlepper StierDer Motorschlepper „Stier“ gehört zu den so genannten Bugsierschleppern. Er wurde 1954 auf der Jadewerft in Wilhelmshaven im Auftrag der Norddeutschen Lloyd gebaut. Er hat 700 PS und seine Besatzung bestand aus 12 Mann.
Schlepper müssen wegen ihres speziellen Einsatzes über eine hohe Wendigkeit und Manövrierfähigkeit verfügen. Deshalb werden sie anstatt mit herkömmlichen Propellern mit anderen Antriebsmaschinen ausgestattet. Eine davon ist der so genannten Schottelantrieb mit einem Düsenpropeller, der sich unbegrenzt um seine Hochachse dreht. Eine andere Möglichkeit ist der Voith- Schneider- Propeller, der 1926 von dem österreichischen Ingenieur Schneider entwickelt und in der Maschinenfabrik Voith gebaut und weiter entwickelt wurde. Der Motorschlepper „Stier“ verfügt über zwei der letzteren, die an der Unterseite des Vorderschiffs angebracht sind. Damit wurde er in die Lage versetzt, die erstaunlichsten Manöver auszuführen. Ob er auf der Stelle wenden, aus voller Fahrt auf kleinstem Raum beidrehen oder sich parallel zur Längsachse bewegen musste, mit dieser Antriebstechnik war es für ihn kein Problem. Schiffe dieser Art werden auch als Voith- Schneider- Trecker bezeichnet. Auch andere Spezialschiffe wie Schwimmkräne, Fährschiffe, Feuerlöschboote oder Forschungsschiffe wissen den Vorteil dieser Propeller zu nutzen.
Der Motorschlepper „Stier“ tat bis 1977 Dienst und wurde dann dem „Deutschen Schiffahrtsmuseum“ in Bremerhaven übergeben. Dort setze man ihn 1978 im Außenbereich des Museumshafens auf Land, um das neue Konzept im Unterwasserbereich verdeutlichen zu können. Über eine Klappe an dem sich normalerweise unter Wasser befindlichen Rumpf des Schiffes gelangt der Besucher ins Innere und auf Deck.
Einer der Propeller kann über einen Elektromotor zu
Demonstrationszwecken in Bewegung gesetzt werden. |
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