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Hochsee Bergungsschlepper SeefalkeWenn der „Seefalke“ reden könnte, dann würden seine Besucher viele abenteuerliche Geschichte hören können und mit Sicherheit würde auch der ein oder andere Meter Seemannsgarn gesponnen werden. Tatsache ist, dass der Hochsee Bergungsschlepper „Seefalke“, der 1924 im Auftrag der Reederei W. Suchmann gebaut wurde, eine bewegte Vergangenheit hatte, bevor er 1970 auf dem Gelände des „Deutschen Schiffahrtsmuseums“ in Bremerhaven in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen konnte.
Er gehörte damals zu der ersten Schleppern, die mit Dieselmotoren angetrieben wurden, und war lange Zeit der stärkste Bergungsschlepper der Welt. Selbst Schiffe, die ein Vielfaches seines eigenen Gewichtes hatten, nahm er mühelos an den Haken. Darüber hinaus konnte er zum Transport großer Pontons, Schwimmdocks oder Kräne eingesetzt werden. Zu seiner Ausrüstung gehörten neben Bergungshilfsmitteln wie Schutzanzüge für Brandbekämpfung, Taucherausrüstungen und Unterwasserschweiß- und Schneidegeräte ein Schleppgeschirr mit zwei Patentschlepphaken auf der Rückseite des Deckhauses, 6 Stahltrosse mit je 220 Meter Länge, 4 Stahltrosse mit je 410 Meter Länge und zwei 16-Zoll- Manilatrosse. Er war mit besonders hohen Masten für seine verschiedenen Antennen ausgerüstet, da der Funkverkehr die einzige Möglichkeit war, Hilferufe von in Seenot geratenen Schiffen zu erhalten. Der Hochsee Bergungsschlepper „Seefalke“ lief zunächst im Dienst der Reederei, dann bis kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges unter Befehl der Kriegsmarine. Bei einem Luftangriff wurde er 1945 in Kiel versenkt und, um nicht endgültig vernichtet zu werden, von der Besatzung der Reederei in einer Nacht- und Nebelaktion in eine Bucht der Außenförde geschleppt und dort auf Grund gelegt.
Nach seiner erneuten Bergung wurde er generalüberholt und
modernisiert. Bis 1970 trat er wieder in den Dienst der Reederei. Seine letzte
Station war Las Palmas. Heute dient er Funkamateuren als Hobbyfunkstation und
kann im Museumshafen in Bremerhaven besichtigt werden. |
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