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Bremer Kogge im Deutschen Schifffahrtsmuseum
1962 staunten man bei den Erweiterungsarbeiten in Bremer im Stadtteil Rablinghausen nicht schlecht, als ein Bagger im Schlick der Weser die Überreste eines Schiffswracks zum Vorschein brachte. Der Fund war insofern sensationell, als es sich dabei um eine alte Hansekogge handelte, deren hochbordiges und sehr bauchiges Aussehen bisher nur nach den Siegel der alten Hansestädte rekonstruiert werden konnte. Aus dieser Zeit gab es weder technisch einwandfreie noch andere Überlieferungen, obwohl die Koggen vom 11. bis 14. Jahrhundert den Überseehandel in den nördlichen europäischen Gewässern bewältigten. Das Wrack der Bremer Kogge war bis dato das einzige derart erhaltene dieses Schifftyps. Die Bremer Kogge wurde anhand der Analyse der Jahresringe des Holzes, aus dem sie gefertigt wurde, auf das Jahr 1380 datiert. Wie und warum sie in die Weser geriet, ist ungeklärt. In den folgenden drei Jahren suchte man nach weiteren Wrackteilen und es wurden insgesamt über 2000 weitere Einzelteile des Schiffes gefunden und zunächst katalogisiert und vermessen. Anschließend konservierte man die Einzelteile zunächst in kleineren Wassertanks und einer speziellen Lösung, um die Bremer Kogge 1972 wieder zu einem Ganzen zusammenzusetzen. Es gelang, die Bremer Kogge fast vollständig zu rekonstruieren, bevor sie für weitere 18 Jahre in einem riesigen Wasserrank erneut zu Konservierungszwecken verschwand. Im Jahre 2000 war dieser Vorgang abgeschlossen. Die Steuerbordseite ist fast vollständig wieder hergestellt, die Backbordseite zu etwa einem Drittel.
Heute steht die Bremer Hansekogge in der Koggehalle
des Deutschen
Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven als
Beispiel einer längst vergangenen Seefahrertradition. Zurecht ist das Museum
stolz auf diesen einzigartigen und seltenen Beweis aus der großen Blüte der
Hansestädte. Bemerkenswert ist übrigens, dass mit der Hansekogge eine
Erfindung von der friesischen Küste in die anderen seefahrenden Nationen
getragen wurde. Sie war nämlich das erste Fahrzeug, das das Steuerruder am Heck
trug. Ein Nachbau der Hansekogge, die
Ubena von Bremen hat seinen
Liegeplatz im Neuen Hafen, und kann
dort besichtigt werden. |
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