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Das Forschungsschiff Polarstern
Wer auf der „Polarstern“ unterwegs ist, muss es kalt mögen. Rund 320 Tage im Jahr ist sie auf See, immer wieder zwischen Arktis und Antarktis unterwegs und kann bei Temperaturen von bis zu Minus 50°C eingesetzt werden. Bei ihrer Jungfernfahrt 1982 galt sie als das leistungsfähigste Polarschiff der Welt, zwischenzeitlich wurde sie in den Jahren 1988 bis 2002 immer wieder auf den neuesten Stand der Technik gebracht und gehört auch heute noch nicht zum alten Eisen. In ihrer bisherigen Dienstzeit hat sie über 2,4 Millionen Kilometer hinter sich gebracht, das entspricht einer Strecke, die 57 Mal um den Äquator reicht.
Das Schiff hat Platz für 44 Mann Besatzung und maximal 70 Fahrgäste, vorwiegend Wissenschaftler aus allen Bereichen und aller Herren Länder. Denen stehen entsprechende Labore und Arbeitsräume zur Verfügung, die bei Bedarf durch Laborcontainer erweitert werden können. Außerdem wird sehr viel Stau- und Lagerraum benötigt.
Die Ausrichtung des Versorgungs- und Forschungsschiffes „Polarstern“ erfolgt in drei Bereichen; der Erforschung der Polarmeere, der Versorgung von ständig besetzten Forschungsstationen an beiden Polen und nicht zuletzt auch als Wetterstation. Sie hat bisher über 45 Expeditionen allein oder im Verbund mit anderen Forschungsschiffen durchgeführt und wurde 1990 unfreiwillig vom Treibeis eingeschlossen, als sie im Weddel-Meer stecken blieb. Als erstes mit konventionellem Antrieb ausgestattete Schiff erreichte sie den Nordpol, eine Leistung, die vorher nur Atomeisbrechern oder U- Booten gelungen war.
Das Forschungs- und Versorgungsschiff „Polarstern“ wird vom
Alfred-Wegener-Institut in
Bremerhaven betrieben. Sollte das Schiff einmal
nicht auf Expeditionsreise sein, hat es seinen Liegeplatz im
Kaiserhafen in Bremerhaven. |
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