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Dampfeisbrecher WALDas hätte sich der gute alte Dampf-Eisbrecher „Wal“ vor über 70 Jahren nicht träumen lassen, dass er einmal als aktives Museumsschiff die Herzen vieler von der Dampfschifffahrt Begeisterter höher schlagen lassen würde. Er wurde 1938 in den Oderwerken Stettin für den Einsatz im Nord- Ostsee-Kanal gebaut und tat beim Wasserstraßen-Maschinenamt Rendsburg 50 Jahre lang seinen Dienst, wenn es darum ging, diese wichtige Schifffahrtsstraße eisfrei zu halten.
Der Eisbrecher war nicht nur im Winterdienst unterwegs. Ende des zweiten Weltkrieges rettete er von Danzig aus Flüchtlinge und nach dem Krieg versorgte er Helgoland mit Wasser. Sein letzter Einsatz als Eisbrecher auf dem Kanal datiert vom Januar/Februar 1987. Bereits vorher wurde er zunehmend weniger eingesetzt, was zum einen daran lag, dass es wenig Eis zu brechen gab und zum anderen an dem mittlerweile veralterten Konzept des Dampfantriebes.
So trat der Dampf-Eisbrecher „Wal“ 1990 seine Reise von Rendsburg nach Bremerhaven an, wurde innerhalb von sechs Monaten liebevoll restauriert und in den wichtigsten Bereichen umgebaut. Aber hier soll er nicht an der Kaje des Neuen Hafens liegen, sondern bietet ein maritimes Erlebnis besonderer Art.
Wer das Fauchen der Dampfmaschine und das leise Rumpeln der Ventile und Wellen liebt, ist auf dem Dampf-Eisbrecher Wal genau richtig und kann mit seiner ehrenamtlichen Crew auslaufen. Hamburg, Kiel, Warnemünde, Ostsee- und Nordseetörns und natürlich Helgoland gehören zu den Routen, die die „Wal“ heute anbietet.
An Bord sorgen ein Salon mit Bar, eine Mannschaftsmesse, eine
Kombüse und Kabinen mit Zentralheizung und fließend Wasser für die beschauliche
Gemütlichkeit eines Dampfers. Gleichzeitig entspricht der Eisbrecher den
technischen Sicherheitsansprüchen eines modernen Schiffes. |
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