Ferienwohnung Dorum Neufeld Bremerhaven, Bergungsschlepper Goliath

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Bergungsschlepper Goliath

Von seiner Crew, die ihn in ehrenamtlicher Mission pflegte und mit ihm auf Fahrt ging, wurde er liebevoll „Goli“ genannt.

Bergungsschlepper Goliath auf der Weser

Gemeint ist der Bergungsschlepper „Goliath“ der 1941 auf der Deschimag- Werft-Seebeck Wesermünde/Bremerhaven zusammen mit den damals größten Hebeschiffen der Welt,„Energie“ und „Ausdauer“, gebaut wurde. In Auftrag gegeben hatte ihn die Reederei Schuchmann für ihre Bugsier- Reederei- und Bergungsgesellschaft Hamburg. Und obwohl als Heimathafen der „Goliath“ Hamburg angegeben war, war sie als ältestes und kleinstes Schiff der Bergungsflotte der Reederei stets in Bremerhaven stationiert.

Zunächst war der Bergungsschlepper „Goliath“ der Kriegsmarine unterstellt und kam im Bergungs- und Seenotdienst zum Einsatz. Später erfüllte sie die Aufgaben eines Versorgers für die beiden Hebeschiffe bei Bergungen von Wracks an der Nordsee- Küste oder an Flussmündungen.

Auf Grund des geringen Tiefgangs von nur 1,6 Metern und dem flachen Boden war der Bergungsschlepper „Goliath“ für die Arbeit im Watt besonders geeignet und konnte in der Nordsee seine wahren Qualitäten zeigen. Er war in der Lage auch solche havarierten Schiffe zu erreichen, denen andere Bergungsschiffe nicht mehr zur Hilfe eilen konnten.

Einen seiner spektakulären Einsätze hatte er 1961, als der amerikanische Frachter „Hoosier State“ bei schwerer Sturmflut vor Bremerhaven an Land gedrückt wurde. Er beteiligte sich auch an der Bergung der Wracks aus dem Sechs- Tage- Krieg im Suezkanal. Wer mehr über seine Geschichte und Abenteuer erfahren möchte, der kann sich bei einem Besuch der kleinen Kabelgatt- Kneipe auf seinem Vorschiff informieren.

Die „Goliath“ lag seit 1994 als Museumsschiff im Neuen Hafen von Bremerhaven, und lud zu Schnuppertörns auf der Weser, der Nord- oder Ostsee ein.

Bergungsschlepper Goliath

Im November 2010 schlug die Goliath im Neuen Hafen leck. Nach 70 Jahren war der Stahl der Außenhaut zu dünn geworden. Das Schiff liegt mit Stand April 2011 in der Lloydwerft an Land. Eine Reparatur ist wahrscheinlich zu teuer.

Da auch das Deutsche Schifffahrtsmuseum kein Interesse an diesem Schiff bekundet hat, ist noch nicht entschieden, was aus dem Bergungsschlepper Goliath wird. Nur eins ist sicher: die unten beschriebenen Fahrt wird es mit der Goliath nicht mehr geben.

Besonderer Höhepunkt war seine Fahrt zum Leuchtturm „Roter Sand“, auf der das Feeling einer einsamen Nacht auf hoher See hautnah zu erleben ist. Auf Tagestouren ging es zur Außenweser, und in Sichtweite zur Nordseeinsel Wangerooge liegenden Leuchtturm. Dort wurden die Übernachtungsgäste abgeholt, bzw. hingebracht. Tagesgäste hatten die Möglichkeit, den" Roten Sand" zu besichtigen. Doch Achtung. Der Bergungsschlepper Goliat konnte nur bei Wellengang bis zu einem Meter am Leuchtturm festmachen! Sollte sich das Wetter ändern, muss er sofort ablegen. So konnte es auch für Tagegäste ein Ausflug mit Übernachtung auf dem "Leuchtturm Roter Sand" werden.

Natürlich soll auch weiterhin der Leuchtturm Roter Sand von Bremerhaven aus angesteuert werden, um Übernachtungs- wie Tagesgäste dort hin zu schippern. Nach einem Ersatzschiff wird gesucht. Für das Jahr 2011 allerdings, fallen alle Fahrten aus!
 

 

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© Dieter Dobbrunz

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