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Die Barkasse QuarantäneDie kleine, knapp 20 Meter lange, Barkasse „Quarantäne“ hat ihr amtliches grauses Kleid abgelegt und präsentiert sich ihren Bewunderern nun im eleganten Dunkelblau. Im Neuen Hafen neben dem Dampf- Eisbrecher „Wal“ ist sie das dritte und bislang jüngste Schiff der aktiven Museumsflotte in Bremerhaven.
Gebaut wurde sie in Bardenfleth bei Schürenstedt, wo sie eigens vom Senator für Gesundheit 1960 in Auftrag gegeben wurde. Seit dem lag sie 40 Jahre lang Tag für Tag an der Westkaje des Kaiserhafens bereit, um im Notfall dem Bremerhavener Hafenarzt als Dienstboot zur Verfügung zu stehen. Denn der Hafenarzt konnte zu jeder Tages und Nachtzeit angefordert werden, wenn auf einem der aus- oder einlaufenden Schiffe Krankheiten oder Unfälle eine medizinische Versorgung notwenig machten oder Gesundheitspapiere zu überprüfen waren. Der Arzt oder der Seehafengesundheitsaufseher des Hafengesundheits- und Quarantäneamtes Bremerhaven waren so in die Lage versetzt, jederzeit auch Schiffe aufzusuchen, die noch keinen Landkontakt hatten. Nicht ein einziges Mal in ihrer Dienstzeit musste sie als schwimmende Isolierstation für erkranket Seeleute oder Passagiere genutzt werden. In den letzten Jahren wurden ihre Einsätze immer weniger, so dass ihr wirtschaftlicher Faktor in Frage gestellt war. Außerdem stehen dem Arzt und der Behörde auch andere Möglichkeiten zur Verfügung, an Bord der Schiffe zu gelangen.
So kam die Barkasse „Quarantäne“ schließlich zur Schiffahrts- Compagnie Bremerhaven e.V., die besonders um die wechselvolle Geschichte des Bremerhavener Hafens bemüht ist.
Der Farbwechsel ist übrigens die einzige Veränderung, die an der
Barkasse „Quarantäne“ vorgenommen wurde. Heute kann sie zu Ausflügen gechartert
werden. |
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