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Tagestörn mit der Bark Alexander von HumboldtSonntag, der 10.10.2010., 10 Uhr. Es war der 10. Geburtstag in meinem "zweiten Leben". Aber das ist eine andere Geschichte! Seid Monaten wartete ich auf diesen Tag. Denn es war auf der Alexander von Humboldt, dem Schiff unter "grünen Segeln" ein Tagestörn gebucht! Und es sollte ein Tag bei schönstem Segelwetter werden!
Die Bark legte, bevor Sie am nächsten Tag zur Überholung in die Werft fahren sollte, zum letzten Tagestörn des Jahres von ihrem Liegeplatz im Neuen Hafen Bremerhavens ab. Bei schönstem wolkenlosen Wetter ging es erst einmal unter Motorkraft bis zur Nordschleuse. Auf dem Weg dorthin ging es vorbei an der Lloydwerft und der dort nur sehr selten an der Kaje liegenden Polarstern, dem Forschungsschiff des in Bremerhaven ansässigen Alfred-Wegener-Institutes. Nach Schleusung fuhren wir immer weiter unter Motorkraft bis zum Ende der Containerkaje. Und dann wurden die Segel gesetzt. Es ist schon ein einmaliges Erlebnis unter Windkraft und voll gesetzten Segeln über die Meere zu fahren. Unsere Reise ging entlang der Wesermündung Richtung Nordsee, vorbei an Seehundbänken und richtungweisenden Seezeichen. Um 12 Uhr war es dann soweit: "Essen fassen"! In der schiffseigenen Kombüse wurde ein typisches Seefahrergericht ausgeteilt! Labskaus; Pökelfleisch mit Kartoffeln durchgedreht, Ei, Gurke, Rote Beete: und obendrauf noch Matjes! Dieses leckere Essen war zwar nicht nach jederfrau Geschmack. Aber was dem einen nicht schmeckt, ist dem anderes sein zweites Tellergericht!
Der Segeltörn der Alexander von Humboldt ging entlang der das Fahrwasser der Wesermündung begrenzenden Tonnen. Begrenzung heißt für ein Segelschiff gebunden sein, und nicht frei und unabhängig durch die Meere kreuzen können. Das ist eigentlich nicht freies Segeln, so unser Kapitän. Aber um das offenen Meer zu erreichen, war ein Tagesausflug natürlich viel zu kurz. Und so drehte die Alexander von Humboldt nach 2 Stunden unter grünen Segeln in Höhe des Leuchtturmes Hoheweg um 180 Grad. Die Fahrt nun wieder Richtung Bremerhaven. Und es war wieder Essenszeit! Mandel- und Zuckerkuchen sowie Kaffee oder Tee wurden gereicht, und auch gerne genommen! Auf der Rückfahrt, nun wieder mit Motorkraft, begleiteten uns einige kleinere Segelschiffe. Endpunkt des Tagestörns war die Seebäderkaje an der Außenweser. Grund: Die Alex fuhr von dort direkt zum Werftgelände, und sparte sich dadurch ein zweimaliges Schleusen.
Noch einige Informationen zum Ziel der "Deutschen Stiftung Sail Training"! Das herrschende Element auf dem Schiff ist die Jugendarbeit. So gibt es neben der Stammbesatzung ein große Anzahl Jugendlicher, die mit dem Schiff auf Reisen geht. Was dann natürlich kein Urlaub ist. Jeder ist im Schiffsbetrieb eingebunden.
Und das Bordleben während unseres Tagestörns zeigte, das es allen Spaß machte. Segel setzen, Segel einholen, selbst die Tagesgäste durften mit anfassen. Unter Führung des Kapitäns, und unter tatkräftiger Mitwirkung, sowie körperlichen Einsatzes der Besatzung wurde die Alexander von Humboldt sicher durch die Wesermündung geführt:
Bildquelle des Foto der "Bark Alexander von Humboldt":
www.gruene-segel.de. |
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