Böttcherstraße Bremen

 
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Die Böttcherstraße in Bremen

Die Böttcherstraße, eine ca. 100 m lange Straße in der Bremer Altstadt ist weltweit für ihre Architektur, Denkmäler und als Touristenattraktionen bekannt. Die Geschichte der Böttcherstraße fängt noch im Mittelalter als sie eine wichtige Verbindung zwischen Weser und Marktplatz war. In der Straße waren damals Fass- und Zubermacher ansässig. Mit dem Niedergang des Handwerks und der Verlegung des Hafens im 19. Jahrhundert verfiel auch die Böttcherstraße zunehmend in Vergessenheit.

In der Böttcherstraße

Erst im Jahr 1902 kaufte der wohlhabende Kaffeekaufmann Ludwig Roselius das schönste und älteste Gebäude in der Straße - das Haus Nr. 6. Zunächst diente das Gebäude als Verwaltungssitz der Firma Roselius & Co und später der Kaffee HAG. Roselius restaurierte das 600 Jahre alte Gebäude und auch die ganze Böttcherstraße. Im Jahr 1937 wurde die Böttcherstraße unter Denkmalschutz gestellt. Für ihre Art der Kultur geriet die Straße aber zunehmend in Konflikt mit den Grundsätzen der NS-Regierung, wobei die NS-Presse sogar den Abriss einiger Straßenteilen forderte.

Im Jahr 1944 wurde die Böttcherstraße fast vollständig zerstört. Die Restaurierung der Fassaden dauerte bis 1954. Alle Restaurierungsmaßnahmen wurden jedoch erst im Jahr 1999 vollständig abgeschlossen. Im Jahr 2004 wurde die Böttcherstraße von der Stiftung Bremer Sparer Dank übernommen.

BöttcherstraßeHeute gehören fast alle Gebäuden in der Straße der Sparkasse Bremen. Die Böttcherstraße ein der attraktivsten touristischen Schauplätzen der Hansestadt. In der weltberühmten Straße befinden sich vorwiegend Museen mit Kunstsammlungen, Kunsthandwerkstätten in verwinkelten Höfen, Gastronomielokale, Hotel, hochwertige Geschäfte und die Bremer Spielbank. Auch das Glockenspiel der Meißener Porzellanglocken können Sie in der Böttcherstraße hören.

Umgeben von schmuckreicher Backsteinarchitektur bezaubern die Kunstsammlungen der Böttcherstraße jeden Besucher: das Museum im Roselius-Haus besticht mit Werken vom Mittelalter bis zum Barock und das Paula Modersohn-Becker Museum des Bildhauers, Kunsthandwerkers und Architekten Bernhard Hoetger bietet Einblicke in die einzigartige expressionistische Architektur Deutschlands. Modernes Kunsthandwerk bieten auch die gehobenen Einzelhandelsgeschäfte der Böttcherstraße wie z.B. der Werkschau-Laden mit angewandter Kunst und Design, Sammelobjekten, Unikaten und Atelierstücken, der Sieben-Faulen-Laden mit zahlreichen Souvenirs, der Huckebein Kinderladen mit hochwertigem Spielzeug, die Crusoe-Halle mit thematisch wechselnden Ausstellungen oder aber auch Goldschmieden, Manufakturen und Designbüros.
 

 

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© Dieter Dobbrunz

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